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Kurzchronik

der SG Hubertus Geisenbrunn-Argelsried e.V.

Der Verein wurde 1875 von zwanzig beherzten Männern aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr von Argelsried und Geisenbrunn als "Schützenverein Geisenbrunn-Argelsried" gegründet. Zum ersten Vorstand wurde Josef Ruhdorfer aus Argelsried gewählt.
Man einigte sich, dass abwechselnd einmal im Monat in Argelsried, im damaligen Gasthaus "Stocker" und in Geisenbrunn, im heute nicht mehr existierenden Gasthaus "Zum Lindenwirt" geschossen wurde und zwar mit dem damals üblichen Zimmerstutzen.


Gruppenfoto 1895


1895 wurde dann Xaver Hartel, wiederum ein Feuerwehrmann aus Argelsried, zum neuen 1. Schützenmeister gewählt.

Mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Geisenbrunn im Jahr 1900 spaltete sich auch der Schützenverein in eine jeweilige Ortsgruppe. Die Geisenbrunner Gruppe übte dann ausschließlich im Gasthaus "Zum Lindenwirt" ihren Schießsport aus.

Während des 1. Weltkrieges musste der Schießbetrieb dann eingestellt werden.

Erst am 4. November 1920 wurde der Verein als "Geisenbrunner Zimmerstutzenverein" wiedergegründet. Zum 1.Schützenmeister wurde der Geisenbrunner Ökonom Jakob Strohmeier gewählt. Geschossen wurde in der Vereinsgaststätte "Zum Lindenwirt".
Geschossen wurde quer durch die Gaststube, durch eine Maueröffnung auf den Kugelfang in der Küche der Gaststätte.


Lindenwirt


In der Hauptversammlung 1928 übergab der 1.Schützenmeister Jakob Strohmeier sen. das Amt an seinen damals erst 22 Jahre alten Sohn Jakob Strohmeier jun..

Nach Ende des 2. Weltkrieges musste der Schießbetrieb erneut eingestellt werden, denn die Siegermächte stuften die Schützenvereine als "militaristische Vereinigungen" ein und lösten diese zwangsweise auf.

Bei der Wiedergründungsversammlung am 17. November 1951 wurde Karl Wastian zum 1.Schützenmeister gewählt, nachdem die Alliierten Ende 1950 die Bestimmungen im Besatzungsstatut gelockert hatten und das Luftgewehr als Sportgerät freigaben. Der Zimmerstutzen wurde erst Anfang 1952 im Zusammenhang mit der "Waffenamnestie" freigegeben.

Der erste größere Höhepunkt nach dem Kriege war das Fest der Fahnenweihe, das zusammen mit dem 80 jährigen Bestehen des Vereins im Jahre 1955 gefeiert wurde. Das ehrenvolle Amt der Fahnenmutter übernahm Frau Elisabeth Warter aus Gut Hüll.


Fahnenträger mit Fahnenbraut 1955


Das Jahr 1955 muss eigentlich als Geburtsstunde des bis in die heutige Zeit durchgeführten, traditionellen Sau- und Hubertusschießens angesehen werden. Der Großbauer Georg Spiegl, Besitzer einer erfolgreichen Zuchtsau, verkündete in versammelter Runde lautstark, dass er, sollte seine Muttersau dieses Mal wieder mehr als 12 Ferkel zur Welt bringen, das 13. Ferkel dem Verein vermachen und dieses bis zur Schlachtreife aufziehen werde. Das ausgewachsene Schwein wurde dann in stattliche Fleischpreise aufgeteilt und mit den Gilchinger "Edelweiß"-Schützen ausgeschossen. Im Jahre 1960 wurde dem Schützengau Starnberg das Sau- und Hubertusschießen offiziell, als jährlich stattfindendes Preisschießen, angemeldet.

Als im Jahre 1958 die Schießanlage in den Saal des Gasthauses "Zum Lindenwirt" verlegt werden konnte, standen den Schützen 6 Doppelzug-Schießstände zur Verfügung.

Im Jahre 1960 vollzog sich ein Wechsel in der Vorstandschaft des Vereins. Der bisherige 1.Schützenmeister Karl Wastian trat aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Zum neuen 1. Schützenmeister wurde Siegfried Spöhrle gewählt, der die Geschicke des Vereins bis zu seinem Rücktritt im Januar 1994 leiten sollte.


Siegfried Spöhrle


Drei Jahre später -1963- konnten dann auch weibliche Mitglieder dem Verein beitreten.
14 Schützinnen traten daraufhin spontan dem Verein bei.

Im November 1975 konnte der Verein unter der Schirmherrschaft des 1.Bürgermeisters Johann Dobmeier, sein 100jähriges Bestehen feiern. Vertreter des Landtages, des Landkreises, der Gemeinde, des Bayerischen Sportschützenbundes und seiner Vereine würdigten als Ehrengäste im festlichen Rahmen dieser Veranstaltung die Verdienste des Vereins.

Die nächsten Jahre sollten dann sehr turbulent werden. Der größte Wunsch der Hubertus-Schützen war die Errichtung eines eigenen Vereinsheimes. Durch die notarielle Schenkung eines 3000 qm großen Grundstückes an die Gemeinde Argelsried durch den Geisenbrunner Franz Seebauer, wurde die Voraussetzung zur Planung eines Freizeitheimes mit Gaststätte an der Tonwerkstrasse geschaffen. Nach Durchlauf aller Instanzen und der Befürwortung durch den Landrat Dr. Widmann begann eine groß angelegte Gemeinschaftsarbeit. Der Bau des Hauses musste schnellstens in Angriff genommen werden, da mit der geplanten Gebietsreform eine Eingemeindung nach Gilching bevorstand und die Schließung der bisherigen Unterkunft der Schützen beim "Lindenwirt" absehbar war.

Im November 1977 konnten die "Hubertus"-Schützen mit dem 18. Sau- und Hubertusschießen ihre neue Schießanlage und das gemütlichen Schützenstüberl eröffnen. Das mit vielen Freizeitstunden der Schützen noch rechtzeitig fertiggestellt werden konnte.
Die offizielle Einweihung des neuen Freizeitheimes erfolgte erst am 8. März 1978.


Freizeitheim Geisenbrunn


Mit dem 25. Sau- und Hubertusschießen war im November 1984 das nächste Jubiläum fällig. 13 Schweinehälften und das obligate Spanferkel mussten herhalten, um in 181 Fleischpreise aufgeteilt zu werden. Die Beliebtheit dieser Veranstaltung, zu der seit mehreren Jahren regelmäßig Mitglieder aus 11 Schützenvereinen eingeladen werden, geht aus der stets zunehmenden Teilnehmerzahl hervor, die schon mehrfach die "Schallmauer" von 400 und darüber erreichte.

Im weiteren Verlauf der Vereinsgeschichte erfolgte 1987 als Höhepunkt die Würdigung und Ehrung des Vereins durch den Bundespräsidenten. In seinem Namen verlieh der für den Sport in Bayern zuständige Minister Hans Zehetmeir an die Schützengesellschaft "Hubertus" Geisenbrunn-Argelsried e.V. neben weiteren 35 bayerischen Sportvereinen die

"Sportplakette und Urkunde als Auszeichnung für die in langjährigem Wirken
erworbenen Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports."
gez. : Richard von Weizäcker / Bundespräsident.


Im Januar 1994 stellte sich der langjährige 1.Schützenmeister und Gründungsvater des Sau- und Hubertusschießens Siegfried Spöhrle aus "Altersgründen", er war gerade erst 65 Jahre alt, nicht mehr zur Wahl. Er hatte den Verein über einen Zeitraum von 34 Jahren als 1.Schützenmeister erfolgreich geführt. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige 2.Schützenmeister Günter Beyer gewählt. Unter seiner Leitung tritt im Verein das "elektronische" Zeitalter ein. Zur Auswertung der Schießergebnisse, insbesondere während des Sau- und Hubertusschießens wird eine moderne Ringlesemaschine und ein PC eingesetzt.


Günter Beyer


Im November 2000 feierte der Verein sein 125jähriges Bestehen mit einem überaus gelungenen Festabend, zu dem alle befreundeten und am Sau- und Hubertusschießen teilnehmenden Vereine anwesend waren und mit einem Preisschießen, das durch zahlreiche, durch Sponsoren gestiftete Sachpreise, ausgestattet war. Der Festabend endete mit der von allen Teilnehmern stehend gesungenen Bayernhymne.